CPU Tuning

 

 
 

Temperatur zu hoch

Was man ohne viel Aufwand selbst tun kann?

 

 

Die Kühlkörper der heutigen CPUs sind zwar recht eindrucksvoll aber nicht immer voll funktionsfähig!

Es gibt 3 mir bekante Kühlkörperunterseiten

1. Alu ( metallisch rein oder eloxiert ) ausreichende bis befriedigende Wärmeabfuhr
2. Alu mit ein- b.z.w. angearbeiteter Kupferplatte ( Kupferplatte meist in reiner Form ) gute bis sehr gute Wärmeabfuhr je nach Kupfergröße und verbindung zum Alu
3. Kupfer ( metallisch rein oder galvanisiert ) sehr gute Wärmeabfuhr

 

 

2 Beispiele

Bei den guten Kühlkörpern befindet sich eine Kupferplatte an der Unterseite der Aluminium oder Kupferlamellen.

B.z.w. ist der ganze unterbau aus Kupfer und hat je nach Leistungsumsetzung eine min Dicke von gut 5 mm.

Zu 1.

Natürlich sind Alukühlkörper nicht die schlechtesten, aber wenn sie Eloxiert sind ( Goldfarbe, aber auch Silberfarbe ) ist die Wärmeabfuhr schlecht weil die Eloxidschicht keinen guten Wärmeleitwert hat. ( Der Wärmeleitwert ist gemessenner Wert für alle bekannten Materialien. Luft hat einen sehr niedrigen Leitwert, Kupfer einen sehr hohen ) Der Leitwert hat auch etwas mit dem Stromleitwert zu tun. Ein Material das Strom gut leitet, ist auch ein hervorragender Wärmeleiter, aber wer kann sich schon einen Gold oder Silberkühlkörper leisten. Eloxid ist eine Chemisch veränderte Aluschicht, vergleichbar mit einer dicken harten Oxidschicht. Aluminium oxidiert in sekunden wenn es mit Sauerstoff in Berührung kommt und bildet somit immer eine fast undurchlässige Schicht gegen die Atmosphäre. Wenn das nicht der Fall währe , würde Alu in kurzer Zeit zerfallen.

Zu 2.

Wenn eine Kupferplatte in die Aluplatte eingearbeitet wurde ist die Frage zu stellen was sich zwischen Alu und Kupfer befindet. Ist sie nur angeschraubt sollte man von einem kleinen aber dennoch ausreichendem Luftpolster ausgehen was die Wärme bekanntlich nicht gut leitet. Ist Wärmeleitpaste dazwischen, wird man mit der Wärmeabfuhr zufrieden sein. Aber das beste ist eine Alu-Kupferlötung. Ja sie haben richtig gehört, schon seit dem Jahr 1999 gibt es frei im Handel Lötzinn zu kaufen das Aluminium mit Kupfer oder Stahl weich verlötet. Es hat sogar einen recht niedrigen Schmelzpunkt, ist aber etwas teurer als das normale Radiolot.

Zu 3.

Kupfer ist der beste Leiter, aber auch der schwerste. Das liegt an der hohen Molekühldichte und der daraus resultierenden guten Wärme und Stromleiteigenschaften. Galvanisch behandelte Flächen sind nur für die Optik und haben eher eine schlechte Eigenschaft wenn sie nicht gerade aus Gold oder Silber bestehen.

Leider sind nicht alle Flächen eben und das macht sich dann schnell bemerkbar sobald der Rechner läuft. Eine Überhitzung kann trotz Leitpaste auftreten, ebenso kann eine konkave Fläche dazu führen das die Kanten am Prozessor abbrechen. Ein einfacher Test genügt um diese unebenheit festzustellen. Man nehme eine Teppichmesserklinge und stelle sie mit der scharfen Seite auf die Unterseite des Kühlkörpers( 90 Grad )und halte das ganze gegen das Licht. Jetzt sieht man einen kleinen Lichtspalt, dieser sollte gleichmäßig verlaufen und nicht in der mitte hohl sein, oder nur in der Mitte aufliegen und schaukeln.

Hier sieht man eine neue aber konkave (hohle) Flache.

Das Schleifen sollte auf einer absolut ebennen Flasche durchgeführt werden z.b. Glasplatte oder Metallplatte.

Nicht geeignet sind Holzplatten oder andere nachgebende Werkstoffe, sowie Turboschleifer und Schwingschleifer. Auch eine gefräste Fläche hat noch zu viele Luftkammern, eine feingefräste Fläche (hoher Mittelrauwert) ist aber akzeptabel.

Nach einigem Schleifen bekommt man eine tragende Fläche

Wärmeleitpaste

Nach erfolgreicher Arbeit sollte man nicht mit dem Geld geizen und lieber zu einer Silberpaste greifen als zu der normalen weißen bis gräulichen Wärmeleitpaste. Auf keinem Fall sollte man Leitfolien benutzen denn diese sind bei weitem nicht so effektiev wie flüssige Pasten. Die Silberpaste sollte nicht zu Dick aber auch auf keinen Fall zu dünn aufgetragen werden. Es gibt bestimmt verschiedenne Arten zum Ziel zu kommen aber das überlasse ich Ihnen. Eine Dicke von 1 bis 2 Zentel Milimeter sollten glattgestrichen vollkommen genügen. Es reicht aber nicht einen Punkt zu setzen und zu hoffen das dieser gleichmäßg verteilt wird wenn der Kühlkörper aufsitzt. Wenn Sie an dieser Stelle sparen ist die ganze Arbeit für die Katz. Hauchdünn verstrichen, mit einer glatten kannte so das Sie das Metall noch sehen können und schon haben wir Geld gespart und die schönste Kondomwerbung aber keine gute Wärmeableitung. Wenn sie das Metall noch sehen können haben wir gerade mal eine Dicke von einigen Hundertsteln. Etwas mehr sollte es schon sein.

Setzen sie den Kühlkörper einfach mal auf, wenn sie nicht sicher sind und schauen sie sich dann, nach dem Abnehmen mal die Stellen an. Es sollte keine Paste auf der Keramikfläche sein und zwischen den Kontakten einen Kurzschluß verursachen. Am Kühlkörper kann nun das überflüssige Material mit einem kleinen Schraubenzieher entfernt werden. Beim erneuten Aufsetzen sollten Sie aber einen kleinen klecks in die Mitte jeder Kühlflächen setzen damit sich keine Lufteinschlüsse bilden. Aber jetzt nicht übertreiben denn zu viel des guten kann das Ende des Prozessors bedeuten , falls es einen der Kontakte kurz schließt.

Haben sie doch mal etwas zu viel aufgetragen, bekommen sie die Paste mit etwas Alkohol und einem Q-Tips von dem Keramikkörper des Prozessors herunter. Der hier abgebildete Prossesor ist ein AMD Athlon64 und hat eine recht goße Metallfläche unter dem der Prosessor sitzt, hier kann man nicht viel falsch machen da der Abstand zum Keramikkörper recht groß ist und keine Kontakte an der Oberfläche sind.

Ich habe als erstes einen Metallberuf von Pieke auf gelernt und hatte auch viel mit der Metallogie zu tun. Als 2. Beruf Kommunikationselektroniker. Aus diesen Gründen kenne ich die Zusammenhänge und kann viel zu diesem Thema vermitteln. Mein 3. Beruf als Administrator und Onlineprogrammierer rundet somit die Sache noch ab.

Webmaster und Administrator W.Schmidt 4.Februar 2004

     

10.Februar 2004

Webmaster W.Schmidt